Rheinsteig wandern mit Blick auf Burg Pfalzgrafenstein im Mittelrheintal

Rheinsteig wandern: 320 km, 21 Etappen, immer am rechten Rheinufer

Bereit für einen Langstreckenklassiker? Der Rheinsteig führt dich von Bonn bis Wiesbaden – 320 km auf 21 Etappen, mit über 9.000 Höhenmetern, durch das wilde Siebengebirge, entlang der Felskulissen des Mittelrheintals und hinein in die Weinberge des Rheingaus. Burgen wie aus dem Bilderbuch, steile Pfade, luftige Höhenwege, Rheinpanoramen im Minutentakt. Ob in einem Rutsch oder in Etappen: Hier trainierst du Ausdauer, Höhenmeter und Kopf – Schritt für Schritt entlang des Rheins.

Rheinsteig auf einen Blick

  • Länge: ca. 320 km
  • Etappen: 21, individuell kombinierbar
  • Höhenmeter: rund 9.000 m bergauf und bergab
  • Schwierigkeit: mittel bis schwer – Trittsicherheit und Kondition erforderlich
  • Start/Ziel: Bonn – Wiesbaden (immer am rechten Rheinufer entlang)
  • Besonderheiten: durchgängig markierter Premiumwanderweg, Teil der Top Trails of Germany, spektakuläre Rheinpanoramen, Burgenvielfalt und UNESCO-Welterbe Mittelrheintal

Etappen des Rheinsteigs – von Bonn bis Wiesbaden

Der Rheinsteig lässt sich perfekt in einzelne Etappen aufteilen. So kannst du selbst entscheiden, ob du nur ein Wochenende unterwegs sein möchtest oder das volle Abenteuer auf 320 km erleben willst. Die ersten Etappen starten direkt in Bonn und führen dich durch das Siebengebirge – eine der bekanntesten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands mit steilen Pfaden, Burgen und dichten Wäldern.

Etappe 1: Bonn → Königswinter

  • Länge: 22,6 km
  • Dauer: ca. 6:34 h
  • Höhenmeter: ↑ 580 m · ↓ 450 m
  • Schwierigkeit: schwer

Vom Bonner Marktplatz geht es los, einmal über die Kennedybrücke – und schon lässt du die Stadt hinter dir. Erst noch entspannt am Rhein entlang, dann tauchst du ins Siebengebirge ein. Hier warten knackige Anstiege, schmale Waldpfade und spektakuläre Blicke ins Rheintal. Der Drachenfels mit seiner sagenumwobenen Ruine ist das große Highlight. Wer mag, legt noch einen Schlenker zur Drachenburg ein, bevor es hinunter nach Königswinter geht.

Zu Etappe 1

Etappe 2: Königswinter → Bad Honnef

  • Länge: 18,1 km
  • Dauer: ca. 5:36 h
  • Höhenmeter: ↑ 650 m · ↓ 730 m
  • Schwierigkeit: schwer

Diese Etappe ist kürzer, aber fordernd. Vom Drachenfels aus geht es tiefer hinein ins Siebengebirge – vorbei an Felsen, durch stille Wälder und hoch zur Löwenburg. Von hier öffnet sich der Blick weit über das Rheintal. Auch der Himmerich, ein aussichtsreicher Höhenzug im Siebengebirge, liegt auf dem Weg, bevor du dich auf langen Waldwegen Bad Honnef näherst. Eine Tour mit viel Natur und immer wieder überraschenden Aussichtspunkten.

Zu Etappe 2

Etappe 3: Bad Honnef → Linz am Rhein

  • Länge: 18,5 km
  • Dauer: ca. 5:26 h
  • Höhenmeter: ↑ 520 m · ↓ 580 m
  • Schwierigkeit: schwer

Von Bad Honnef aus wird’s direkt abwechslungsreich: erst Anstiege durch die Wälder, dann Höhenwege mit Blick auf den Rhein. Besonders eindrucksvoll ist die Erpeler Ley, ein mächtiger Basaltfelsen mit freier Sicht ins Mittelrheintal. Danach geht es gemächlich weiter bis nach Linz, die „Bunte Stadt am Rhein“, wo Fachwerkhäuser und Kopfsteinpflaster den perfekten Abschluss bilden.

Rheinsteig wandern durch eine Fachwerkstraße in Bad Honnef am Rhein

Zu Etappe 3

Etappe 4: Linz → Bad Hönningen

  • Länge: 14,7 km
  • Dauer: ca. 4:19 h
  • Höhenmeter: ↑ 400 m · ↓ 410 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer

Von Linz aus geht es direkt hinauf auf den Kaiserberg – und schon liegt dir das Rheintal zu Füßen. Danach wechseln sich Waldwege und offene Wiesen ab, immer wieder mit freien Blicken über das Rheintal. Am Ende geht es gemütlich hinunter nach Bad Hönningen – kleiner Ort, große Aussichten.

Zu Etappe 4

Etappe 5: Bad Hönningen → Leutesdorf

  • Länge: 19,7 km
  • Dauer: ca. 5:57 h
  • Höhenmeter: ↑ 620 m · ↓ 620 m
  • Schwierigkeit: schwer

Eine Etappe der Panoramen: erst hoch zur Rheinbrohler Ley (Pflichtstopp!), dann durchs Hammersteiner Bachtal, auf den Sporn zur Burgruine Hammerstein und weiter über Rebhänge mit weitem Blick auf den Rhein. Finale über die Weinberge nach Leutesdorf – perfekter Spot für den wohlverdienten Riesling.

Zu Etappe 5

Etappe 6: Leutesdorf → Rengsdorf

  • Länge: 19,2 km
  • Dauer: ca. 5:36 h
  • Höhenmeter: ↑ 570 m · ↓ 350 m
  • Schwierigkeit: schwer

Vom Rebenmeer in die Weite des Neuwieder Beckens: Zunächst öffnen sich noch einmal Blicke auf den Rhein, dann führt der Steig hinauf in die Höhen des Westerwalds. Bei Altwied streifst du die Burgruine und folgst der Wied durch ein grünes Schleifental, bevor der Weg über offene Höhen nach Rengsdorf führt. (ÖPNV via Bus nach Neuwied.)

Zu Etappe 6

Etappe 7: Rengsdorf → Sayn

  • Länge: 17,0 km
  • Dauer: 04:49 h
  • Höhenmeter: ↑ 300 m · ↓ 480 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer

Nach dem Start in Rengsdorf führt der Weg zunächst hinauf auf die Höhen des Westerwalds. Schon bald öffnet sich von der Nonnenley, einem der schönsten Aussichtspunkte der Region, ein weiter Blick über die Landschaft. Unterwegs triffst du auch auf ein Stück Geschichte: Ein nachgebauter Römerturm erinnert daran, dass hier schon vor Jahrhunderten römische Soldaten patrouillierten. Am Schwanenteich wird es noch einmal ruhig, bevor die letzten Kilometer entspannt hinunter nach Sayn führen. Eine Etappe mit viel Natur, etwas Geschichte und immer wieder weiten Ausblicken.

Zu Etappe 7

Etappe 8: Sayn → Vallendar

  • Länge: 13,0 km
  • Dauer: 03:52 h
  • Höhenmeter: ↑ 360 m · ↓ 400 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer

Nach dem Start an der Burg Sayn tauchst du sofort in Waldwege ein, die dich immer wieder bergauf führen. Oben auf der Oskarhöhe belohnt dich ein weiter Blick ins Tal, bevor es in Serpentinen hinunter ins stille Brexbachtal geht. Aber keine Pause – der Rheinsteig fordert dich wieder: Der Anstieg zurück auf den Höhenzug zieht ordentlich an den Beinen. Als Highlight wartet ein weiterer Römerturm, von dem du weit ins Umland schauen kannst. Das letzte Stück hinab nach Vallendar schenkt dir dann einen sanften Ausklang. Kurz, knackig, mit allem, was eine Etappe abwechslungsreich macht.

Zu Etappe 8

Etappe 9: Vallendar → Koblenz

  • Länge: 8,43 km
  • Dauer: 02:22 h
  • Höhenmeter: ↑ 210 m · ↓ 110 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer

Ein echtes Kontrastprogramm: Gerade noch in den kleinen Straßen von Vallendar, schon bald auf Höhenwegen mit Blick auf den Rhein. Die Etappe ist mit unter 10 Kilometern kurz – ideal, wenn du dir Zeit für Kultur nehmen willst. Denn das Highlight ist die mächtige Festung Ehrenbreitstein, die du über die sogenannte „Koblenzer Kante“ erreichst. Von hier schaust du weit ins Rheintal und siehst schon dein Ziel: Koblenz, wo Rhein und Mosel zusammentreffen. Eine kurze, aber eindrucksvolle Etappe, die perfekt für einen entspannten Tag mit viel Geschichte ist.

Zu Etappe 9

Rheinsteig wandern mit Blick auf Moselschleife, Weinberge und Dorf im Tal

Etappe 10: Koblenz → Niederlahnstein

  • Länge: 14,2 km
  • Dauer: 04:26 h
  • Höhenmeter: ↑ 460 m · ↓ 550 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer

Nach dem Start in Koblenz führt der Rheinsteig schon bald aus dem Stadtgebiet hinaus. Durch das Bienhorntal steigt der Weg stetig an, bis du am Hunsrückblick einen weiten Blick über die Landschaft hast. Der Höhepunkt der Etappe wartet jedoch am Ende: die Ruppertsklamm. Über Stege, Felsen und schmale Pfade führt der Weg durch die enge Schlucht – ein überraschend wildes Stück Natur mitten in Rheinland-Pfalz. Danach geht es entspannt hinunter nach Niederlahnstein. Eine Etappe mit starken Kontrasten: Stadtstart, ruhige Waldpassagen und zum Schluss die spektakuläre Klamm.

Zu Etappe 10

Etappe 11: Niederlahnstein → Braubach

  • Länge: 8,63 km
  • Dauer: 02:38 h
  • Höhenmeter: ↑ 300 m · ↓ 300 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer

Kurz, aber fordernd: Du startest an der Lahn, steigst über den Mehrsberg hinauf und bekommst die ersten weiten Blicke ins Tal. Hinter Lahnstein wartet ein kleiner Nervenkitzel: ein kurzer, drahtseilgesicherter Felsenweg mit freiem Blick auf den Rhein – schmal, griffig, genau richtig zum Warmwerden. Danach führt der Weg durch Wald und Wiesen zur Rasthütte mit Blick auf die Marksburg. Zum Schluss geht es hinunter nach Braubach, wo die Marksburg schon über dem Ort thront – ein starker Abschluss der Etappe.

Zu Etappe 11

Etappe 12: Braubach → Kamp-Bornhofen

  • Länge: 18,2 km
  • Dauer: 05:34 h
  • Höhenmeter: ↑ 620 m · ↓ 620 m
  • Schwierigkeit: schwer

Wenn du magst, kannst du den Tag mit einer Führung auf der Marksburg beginnen – mittelalterliche Atmosphäre und ein weiter Blick über das Rheintal inklusive. Danach verläuft der Weg in ständigem Auf und Ab oberhalb des Tals: mal über schattige Waldpfade, mal über offene Höhen mit weitem Fernblick. An der neu angelegten Rheinsteighütte bei Osterspai bietet sich eine gute Rast mit Liegen und Panoramablick an. Über das Hexenköpfle und erste Felssporne näherst du dich schließlich Kamp-Bornhofen. Die Hänge rücken enger zusammen, der Rhein wirkt schmaler, und die Burgen entlang des Tals treten immer deutlicher hervor. Eine Etappe mit viel Bewegung und immer neuen Ausblicken.

Zu Etappe 12

Rheinsteig wandern mit Blick auf die Marksburg oberhalb von Braubach am Rhein

Etappe 13: Kamp-Bornhofen → Kestert

  • Länge: 15,4 km
  • Dauer: 04:39 h
  • Höhenmeter: ↑ 480 m · ↓ 470 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer

Gleich zu Beginn wartet ein steiler Anstieg hinauf zur Rosenlay – oben öffnet sich ein weiter Blick ins Rheintal. Danach führt der Weg zu den Burgen Sterrenberg und Liebenstein, den sogenannten Feindlichen Brüdern, die sich auf gegenüberliegenden Höhen über dem Tal gegenüberstehen. Weiter geht es über die Höhen in Richtung Lykershausen, durch Wiesen und Wald, immer wieder mit Blick auf den Rhein. Am Hindenburgblick bietet sich noch einmal eine schöne Aussicht, bevor der Weg hinunter nach Kestert führt. Eine kompakte Etappe mit viel Geschichte, abwechslungsreicher Landschaft und einigen Höhenmetern.

Zu Etappe 13

Etappe 14: Kestert → St. Goarshausen

  • Länge: 12,7 km
  • Dauer: 03:59 h
  • Höhenmeter: ↑ 450 m · ↓ 460 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer

Kompakt und aussichtsreich: Vom Rheinufer steigt der Weg hinauf auf die Höhen über dem Tal. Von hier blickst du weit über den Rhein, der sich durch das Schiefergebirge zieht. Waldpfade und offene Wiesen wechseln sich ab, immer wieder mit guten Aussichtspunkten – bis sich vor dir St. Goarshausen zeigt. Zum Abschluss führt der Weg mit Blick auf den Loreleyfelsen und die Weinberge hinunter ins Tal.

Zu Etappe 14

Etappe 15: St. Goarshausen → Kaub

  • Länge: 22,9 km
  • Dauer: 07:00 h
  • Höhenmeter: ↑770 m · ↓770 m
  • Schwierigkeit: schwer
  • Hinweis: kurzer technischer Abschnitt (gesicherter Pfad; Trittsicherheit)

Eine der anspruchsvollsten Etappen des Rheinsteigs: Gleich nach dem Start wartet der Aussichtspunkt Dreiburgenblick. Kurz darauf führt der Weg am Loreley-Plateau vorbei – mit weitem Blick über das Rheintal. Danach verläuft der Steig über schmale Höhenpfade mit vielen Auf- und Abstiegen und immer neuen Ausblicken auf Felsen, Weinberge und den Rhein. Ziel ist Kaub mit der bekannten Burg Pfalzgrafenstein, die mitten im Rhein liegt. Eine lange, fordernde Etappe mit eindrucksvollen Panoramen.

Zu Etappe 15

Rheinsteig wandern mit Blick auf Burg Pfalzgrafenstein und Burg Gutenfels bei Kaub

Etappe 16: Kaub → Lorch

  • Länge: 14,0 km
  • Dauer: 04:16 h
  • Höhenmeter: ↑480 m · ↓470 m
  • Schwierigkeit: schwer
  • Hinweis: mehrere kurze, gesicherte Steilstücke (Seile/Griffe)

Serpentinen führen zunächst durch die Weinberge unterhalb der Burg Gutenfels. Danach wechseln sich Waldabschnitte, schmale Höhenwege und felsige Passagen ab – meist mit Blick auf den Rhein. Einige gesicherte Stellen sorgen unterwegs für zusätzliche Abwechslung, bevor der Weg über die Rebhänge hinunter nach Lorch führt. Ein schöner Abschluss der Etappe: Füße ausstrecken, ein Glas Riesling und der Blick zurück auf den zurückgelegten Weg.

Zu Etappe 16

Etappe 17: Lorch → Rüdesheim am Rhein

  • Länge: 20,4 km
  • Dauer: 06:11 h
  • Höhenmeter: ↑730 m · ↓530 m
  • Schwierigkeit: schwer

Ab Lorch führt der Weg zunächst durch die Weinberge hinauf. Serpentinen, Waldpfade und schmale Höhenwege wechseln sich ab, immer wieder mit Blick hinunter auf den Rhein. Burgen tauchen zwischen den Hängen auf, während der Fluss tief im Tal verläuft. Durch Assmannshausen geht es anschließend hinauf zum Niederwald mit weitem Panorama über das Rheintal. Zum Abschluss führt der Weg weiter Richtung Rüdesheim. Wer möchte, kann ein Stück mit der Seilbahn zurücklegen – alle anderen genießen den letzten Abschnitt bis in die Weinstadt.

Zu Etappe 17

Rheinsteig wandern am Niederwalddenkmal oberhalb von Rüdesheim am Rhein

Etappe 18: Rüdesheim → Johannisberg

  • Länge: 15,6 km
  • Dauer: 04:25 h
  • Höhenmeter: ↑290 m · ↓400 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer

Von Rüdesheim führt der Weg zunächst hinauf über die Weinberge zur Abtei St. Hildegard. Weiter geht es am Blaubach entlang und durch ruhige Waldabschnitte. In Marienthal bietet sich am Klostergarten eine gute Gelegenheit für eine kurze Pause, bevor der Weg durch das Elsterbachtal weiter zum Donnersbergblick führt – mit weitem Blick über die Landschaft. Zum Abschluss führt der Steig entspannt nach Johannisberg, wo Geschichte, Riesling und Aussicht zusammenkommen.

Zu Etappe 18

Etappe 19: Johannisberg → Kiedrich

  • Länge: 15,2 km
  • Dauer: 04:20 h
  • Höhenmeter: ↑340 m · ↓350 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer

Die Etappe führt durch eine der bekanntesten Weinlandschaften des Rheingaus. Unterwegs passierst du unter anderem Schloss Vollrads und die historische Steinberg-Mauer, während sich Weinberge über die Hänge ziehen. Dazwischen verlaufen immer wieder Pfade am Waldrand mit Blick auf den Rhein. Am Ende lohnt sich ein Stopp am Kloster Eberbach, bevor der Weg weiter nach Kiedrich führt – einem Ort mit Fachwerkhäusern, Geschichte und viel Rheingauer Atmosphäre.

Zu Etappe 19

Etappe 20: Kiedrich → Schlangenbad

  • Länge: 10,3 km
  • Dauer: 02:59 h
  • Höhenmeter: ↑330 m · ↓180 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer

Kurz, grün, gut für die Beine: Burgruine Scharfenstein zum Warmwerden, dann Sülzbach und Buchwaldgraben – Wasser, Wiese, Wald in ruhiger Abfolge. Ein paar saubere Anstiege, viel Entschleunigung. Ziel: Kurort Schlangenbad – tief durchatmen, Speicher füllen.

Zu Etappe 20

Etappe 21: Schlangenbad → Wiesbaden (Schloss Biebrich)

  • Länge: 17,3 km
  • Dauer: 04:42 h
  • Höhenmeter: ↑160 m · ↓390 m
  • Schwierigkeit: mittelschwer

Die letzte Etappe führt noch einmal über die Höhen durch den Wald. Am „Grauen Stein“, einer markanten Felsformation im Forst, bietet sich ein kurzer Halt an. Weiter geht es über Frauenstein zum Goethestein, von wo sich ein weiter Blick über die Umgebung öffnet. Danach führen die Wege durch die Weinberge hinunter zum Rhein. Die letzten Kilometer verlaufen direkt am Wasser entlang, bis schließlich Schloss Biebrich erreicht ist – der offizielle Endpunkt des Rheinsteigs. 🥾🎉

Zu Etappe 21

Planung & Tipps für deine Wanderung am Rheinsteig

Der Rheinsteig ist kein Spaziergang – aber genau das macht ihn so spannend. Mit guter Planung wird er zu einer Tour, die dich Schritt für Schritt durch eine der eindrucksvollsten Landschaften Deutschlands führt.

  • Beste Jahreszeit: Frühjahr und Herbst sind ideal – angenehme Temperaturen, klare Sicht und bunte Wälder. Im Sommer kann es auf den offenen Weinbergen ordentlich heiß werden, im Winter sind manche Passagen rutschig.
  • Ausrüstung: Feste Schuhe sind Pflicht, auf wurzeligen oder felsigen Pfaden helfen Stöcke beim Abstieg (sind aber kein Muss). Trittsicherheit solltest du unbedingt mitbringen.
  • Etappenlänge planen: Dank vieler Bahnanschlüsse kannst du Etappen flexibel kürzen oder verlängern – perfekt, wenn du dich langsam steigern willst.
  • Übernachtung: In fast jedem Etappenort findest du Pensionen, Hotels oder Winzerhöfe. Wer mag, bucht vorab, sonst gilt: rechtzeitig ankommen und spontan schauen.
  • Einkehrmöglichkeiten: Nicht jede Etappe hat Gasthöfe am Weg. Pack also genug Snacks und Wasser ein, damit du auch längere Abschnitte ohne Infrastruktur locker meisterst.

Mammutmarsch Teilnehmerin erhält Medaille nach einer langen Wanderung

Rheinsteig als Training für den Mammutmarsch

Wenn du dich auf einen Mammutmarsch vorbereitest, brauchst du Strecken, die dich fordern, aber trotzdem machbar sind – genau da kommt der Rheinsteig ins Spiel. Jede Etappe bringt dich weiter: Mal knackige Anstiege, mal langgezogene Wege über Höhen, immer wieder technische Passagen mit Wurzeln, Treppen oder felsigen Stufen.

Das Beste: Du kannst dir gezielt einzelne Etappen rauspicken und so ganz flexibel trainieren. Heute 20 Kilometer mit vielen Höhenmetern, nächste Woche eine kürzere, dafür technisch anspruchsvollere Runde. Wer mehrere Etappen am Stück läuft, simuliert fast schon die Belastung eines Mammutmarschs.

Kurz gesagt: Der Rheinsteig liefert dir das perfekte Trainingsgelände – egal, ob du gerade erst anfängst oder schon auf die ganz langen Strecken schielst.

FAQ rund um das Rheinsteig wandern

Wann ist die beste Zeit, um den Rheinsteig zu wandern?

Frühjahr und Herbst sind ideal: moderate Temperaturen und tolle Farben.

Wie lang sind die einzelnen Etappen?

Im Schnitt zwischen 10 und 25 km – manche kurz und knackig, andere echte Langstrecken.

Ist der Rheinsteig für Einsteiger geeignet?

Eher bedingt. Die meisten Etappen sind mittelschwer bis schwer, mit steilen Anstiegen und teils anspruchsvollen Pfaden. Wenn du kompletter Einsteiger bist, solltest du dir zunächst leichtere Touren in flacherem Gelände suchen, um Grundkondition und Trittsicherheit aufzubauen. Mit etwas Erfahrung kannst du dich dann an eine der kürzeren, leichteren Rheinsteig-Etappen wagen.

Welche Highlights sollte man beim Rheinsteig nicht verpassen? 

Drachenfels, Loreley, Burg Eltz in der Nähe, Marksburg, zahlreiche Rheinblicke – echte Klassiker.

Wie trainiere ich am besten für den kompletten Rheinsteig?

Kombiniere längere Tagesetappen mit Mehrtagesabschnitten und passe dich langsam an. Trainiere Höhenmeter und Ausdauer. Und ganz wichtig: Teste vorab dein Equipment!

Unser Fazit zum Rheinsteig 

Der Rheinsteig gehört zu den vielseitigsten Fernwanderwegen Deutschlands. Zwischen Weinbergen, Burgen, Rheinblicken und anspruchsvollen Anstiegen bekommst du hier alles: Natur, Kultur und sportliche Herausforderung. Egal ob du einzelne Etappen wanderst oder den gesamten Trail in Angriff nimmst – der Rheinsteig bleibt ein Erlebnis, das dich fordert und gleichzeitig begeistert.

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Autorin: Lenita Behncke

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