Nordic Walking – welche Schuhe sind die richtigen?
Du willst mit Nordic Walking durchstarten – oder suchst du bessere Schuhe für deine Touren? Dann solltest du nicht einfach zum nächsten Laufschuh greifen. Nordic Walking stellt ganz eigene Anforderungen an dein Schuhwerk: Je nach Gelände, Tempo und Technik brauchst du passende Unterstützung für deinen Fuß. In diesem Beitrag erfährst du, welche Schuhe zum Nordic Walking wirklich sinnvoll sind, worauf du beim Kauf achten solltest – und welche Modelle sich für verschiedene Einsatzzwecke besonders gut eignen.
Denn: Ob du regelmäßig durch den Park walkst, auf Waldwegen unterwegs bist oder Höhenmeter sammelst – die richtigen Nordic Walking Schuhe machen den Unterschied. Sie geben Halt, schonen die Gelenke und sorgen dafür, dass du deinen Rhythmus lange durchhalten kannst – ganz egal, ob du Einsteiger oder geübter Walker bist.
Welche Schuhe fürs Walken? – So findest du das passende Modell

Du willst mit dem Nordic Walking loslegen oder bist schon länger dabei – aber irgendwie fühlen sich deine Schuhe nicht ganz richtig an? Damit bist du nicht allein. Viele steigen mit den falschen Schuhen ein: zu weich, zu steif, zu wenig Grip oder einfach ungeeignet für den Untergrund. Das Ergebnis: Druckstellen, Knieprobleme – und am Ende bleibt die Motivation auf der Strecke.
Dabei ist genau das Gegenteil das Ziel. Nordic Walking ist eine gelenkschonende, effektive und vielseitige Ausdauersportart – wenn das Equipment passt. Und da spielt der Schuh eine zentrale Rolle: Er muss nicht nur bequem sein, sondern vor allem zu deinem Untergrund, deinem Stil und deinem Anspruch passen. Je besser du das verstehst, desto schneller findest du das perfekte Modell für deine Touren.
Was ist Nordic Walking eigentlich?
Nordic Walking ist mehr als nur Spazierengehen mit Stöcken. Es handelt sich um eine gelenkschonende Ausdauersportart, bei der Gehen mit gezieltem Stockeinsatz kombiniert wird. Der Bewegungsablauf ist flüssig, rhythmisch und aktiviert rund 90 % der Muskulatur – besonders in Armen, Schultern, Rücken und Rumpf.
Typisch für Nordic Walking ist:
- Ein bewusstes Abrollen des Fußes – von der Ferse bis zum Ballen
- Der diagonale Stockeinsatz: linker Arm mit rechtem Bein, rechter Arm mit linkem Bein
- Der durchgehende Bodenkontakt – anders als beim Laufen gibt es keine Flugphase
Dadurch ist Nordic Walking besonders gelenkschonend, aber trotzdem fordernd – vor allem bei zügigem Tempo oder anspruchsvollen Strecken.
Wichtig: Nordic Walking ist nicht gleich Wandern. Du bewegst dich dynamischer, schneller und mit technischem Anspruch. Deshalb brauchst du auch Schuhe, die genau das mitmachen.
Wissenswert: Auch beim Walking spielt die richtige Technik eine Rolle. Wie du deine Wanderstöcke richtig benutzen kannst, erfährst du Schritt für Schritt in unserem Beitrag.
Was unterscheidet Walking-Schuhe von Laufschuhen?
Auch wenn sich die beiden Sportarten auf den ersten Blick ähneln: Die Belastung für deinen Körper und deine Füße ist beim Walken anders als beim Laufen.
- Kein „Flugmoment“: Beim Walken bleibt immer ein Fuß in Bodenkontakt – beim Laufen hingegen sind beide Füße zeitweise gleichzeitig in der Luft..
- Geringere Aufprallkräfte: Während Läufer bei jedem Schritt das Zwei- bis Dreifache ihres Körpergewichts abfangen müssen, ist die Belastung beim Walken deutlich geringer.
- Anderer Bewegungsablauf: Du rollst bewusst von der Ferse über den Mittelfuß bis zum Ballen ab. Deine Schuhe sollten das gezielt unterstützen – mit Flexzonen und einem flachen Aufbau.
Laufschuhe sind meist zu stark gedämpft, zu hoch gebaut und nicht flexibel genug im Vorfußbereich. Für kürzere, gelegentliche Walks sind sie okay – auf Dauer lohnt sich aber ein spezialisierter Schuh, der deinen Bewegungsablauf optimal begleitet.
Unser Tipp: Wenn du statt Walken lieber auf längere Distanzen setzen möchtest, wirf einen Blick auf unseren Beitrag Untrainiert 20 km wandern – dort erfährst du, worauf es bei den ersten größeren Strecken wirklich ankommt.
Welche Schuhe für Walking auf Asphalt, Waldweg oder Trail?

Die Wahl des richtigen Modells hängt stark vom Untergrund ab – und davon, wie oft und wie lange du unterwegs bist.
- Asphalt und befestigte Wege:
Leichte Walkingschuhe mit flacher, flexibler Sohle und moderater Dämpfung reichen hier völlig aus. Der Grip darf dezent sein, damit du auch auf hartem Untergrund gleichmäßig abrollen kannst. - Wald- und Feldwege:
Hier brauchst du mehr Profil und etwas robustere Materialien. Viele greifen zu Trailrunning-Schuhen mit atmungsaktivem Mesh, guter Seitenstabilität und griffiger Sohle. - Bergtrails und steiniges Gelände:
Wenn du Höhenmeter sammelst, solltest du auf Stabilität und Schutz achten. Niedrige Wanderschuhe oder besonders robuste Trailmodelle mit Gore-Tex®, Zehenschutz und starker Dämpfung bieten hier die beste Kombination.
Unser Tipp: Achte bei deiner Wahl immer auf dein eigenes Trainingsverhalten. Für kurze, häufige Einheiten auf Asphalt brauchst du andere Schuhe als für lange Wochenendtouren im Gelände.
Achtung: Besonders auf wechselndem Untergrund erhöht sich das Risiko für Reibung und Hautprobleme. Wie du Blasen an den Füßen vermeiden kannst, liest du hier im Detail.
Nordic Walking Schuhe – worauf es wirklich ankommt

Ein guter Nordic-Walking-Schuh ist kein Zufallsfund – er sollte zu deinen Anforderungen passen. Denn so individuell wie deine Strecke, dein Tempo oder dein Trainingsziel, so individuell sollte auch dein Schuh sein. Es gibt nicht den einen perfekten Schuh – aber es gibt ein Modell, das perfekt zu dir, deinem Gelände und deiner Lauftechnik passt.
Dämpfung und Sohle – dein Untergrund beim Nordic Walking entscheidet
Dämpfung ist kein Nice-to-have – in welchem Maß, hängt vom Untergrund ab:
- Asphalt oder feste Wege: Hier solltest du auf eine gut gedämpfte Zwischensohle achten, die deine Gelenke bei jedem Schritt abfedert.
- Waldwege, Wiesen, Feldwege: Diese Untergründe bringen von sich aus mehr natürliche Dämpfung mit. Eine mittelharte Sohle reicht hier meist aus.
- Trails mit Wurzeln und Steinen: Hier kommt es mehr auf Stabilität und Schutz an als auf übermäßige Dämpfung.
Die Sohle sollte außerdem ausreichend flexibel sein, um ein natürliches Abrollen zu ermöglichen – aber nicht so weich, dass du den Halt verlierst.
Stabilität trifft Flexibilität – so findet dein Fuß den richtigen Halt

Nordic Walking ist ein dynamischer Bewegungsablauf – dein Schuh muss deshalb zwei Eigenschaften vereinen:
- Stabilität im Mittelfuß und an der Ferse, um Fehlstellungen zu vermeiden
- Flexibilität im Vorfuß, damit du beim Abrollen nicht blockierst
Besonders wichtig ist die Torsionsfestigkeit: Dein Schuh sollte nicht so nachgiebig sein, dass er sich leicht verbiegen lässt – aber auch nicht steif wie ein Skischuh wirken.
Für Einsteiger eignen sich Modelle mit mehr Führung, Fortgeschrittene greifen eher zu leichteren, beweglicheren Varianten.
Grip, Profil, Schutz – besonders bei Nässe sind diese Details wichtig
Guter Grip ist entscheidend – vor allem, wenn du bei feuchtem Wetter oder im Gelände walkst. Deshalb sollte dein Schuh:
- ein profiliertes Sohlenmuster haben (bei Trails gerne mit Stollen)
- aus einer haftstarken Gummimischung bestehen
- ggf. einen Zehenschutz oder Seitenverstärkungen aufweisen, um vor Steinen oder Wurzeln zu schützen
Wichtig: Auf nassem Asphalt kann ein zu grobes Profil rutschig werden – hier ist eine griffige, aber flachere Außensohle besser geeignet.
Obermaterial – trocken, atmungsaktiv, robust
Auch wenn man oft zuerst auf die Farbe oder den Preis schaut, lohnt sich auch ein genauer Blick auf das Obermaterial, denn dies spielt eine zentrale Rolle:
- Es sollte atmungsaktiv sein, um Hitzestau und Schweißbildung zu vermeiden.
- Gleichzeitig braucht es Robustheit, z. B. gegen Nässe, Schmutz, Dornen oder Steine.
- Eine wasserdichte Membran (z. B. Gore-Tex®) ist sinnvoll, wenn du auch bei Regen oder feuchtem Gras unterwegs bist.
Tipp: Für trockene Sommermonate reicht oft ein luftiges Mesh – bei wechselhaftem Wetter ist eine Membran die bessere Wahl.
Komfort – kein Schuh ist perfekt, wenn er drückt
Am Ende hilft dir keine Hightech-Sohle, wenn der Schuh nicht passt. Achte deshalb immer auf:
- ausreichend Zehenfreiheit ohne Schlupf
- Fersensitz ohne Reibung
- keine störenden Nähte oder Druckpunkte
Ideal ist es, Schuhe am Nachmittag anzuprobieren – dann sind die Füße etwas angeschwollen, wie nach längeren Touren. Und unbedingt mit den Socken, die du beim Walken trägst.
Unser Tipp: Auch beim Walken gilt: Einlaufen schützt vor Blasen – und vor Frust. Plane mindestens zwei bis drei kürzere Touren ein, bevor du mit den neuen Schuhen längere Strecken gehst.
Welche Schuhe zum Nordic Walking? – Diese Typen funktionieren

Du brauchst keine speziellen „Nordic-Walking-Schuhe“, um durchzustarten – entscheidend ist, welcher Schuhtyp zu deinem Einsatzgebiet passt. Ob Waldweg, Asphalt oder Mittelgebirge: Für fast jedes Szenario gibt es bewährte Schuhmodelle, die sich beim Walken bewähren.
Im Folgenden findest du die Schuhtypen, die in mehreren Fachquellen empfohlen werden – mit klarer Orientierung, worauf du bei der Wahl deiner Artikel achten solltest.
Trailrunningschuhe: Perfekt für Natur und unbefestigte Wege
Trailrunningschuhe sind für viele Nordic Walker die erste Wahl – besonders dann, wenn es abseits befestigter Wege geht. Sie wurden ursprünglich für das Laufen im Gelände entwickelt, bringen aber viele Eigenschaften mit, die auch beim Walken von Vorteil sind:
- Griffige Sohlen mit Stollenprofil für guten Halt auf Wurzelwegen, Wiesen oder bei Nässe
- Leicht und dynamisch, meist mit guter Flexibilität beim Abrollen
- Verstärkungen im Zehen- und Fersenbereich für zusätzlichen Schutz
- Bei vielen Modellen: atmungsaktives oder wasserdichtes Obermaterial
Tipp: Achte auf eine moderate Dämpfung – ist sie zu weich, wird der Schuh im Gelände oft instabil. Trailrunningschuhe eignen sich ideal für mittlere bis längere Strecken mit leichtem bis anspruchsvollem Terrain.
Multifunktionsschuhe: Der Allrounder für Alltag und Strecke
Multifunktionsschuhe, auch Multisportschuhe genannt, verbinden Elemente aus Wanderschuhen und Alltagsschuhen. Sie sind besonders dann interessant, wenn du:
- beim Sport zwischen Stadt, Park und Wald wechselst
- viel auf befestigten Wegen oder nur leicht unebenem Terrain unterwegs bist
- nicht für jede Tour einen anderen Schuh nutzen willst
Typisch für Multifunktionsschuhe:
- Mittelhoher Schaft oder fester Low-Cut für Stabilität
- Profilierte, aber nicht grobstollige Sohle
- Häufig robuste Verarbeitung und wasserdichte Membran
Sie sind ein guter Kompromiss für Einsteiger, die regelmäßig unterwegs sind – auch im Alltag, beim Hundespaziergang oder auf dem Weg zur Arbeit.
Laufschuhe mit Einschränkungen: Eher für Asphalt und Einsteiger
Nicht jeder Laufschuh ist fürs Walken geeignet – aber einige Modelle können durchaus funktionieren, vor allem:
- auf asphaltierten oder ebenen Wegen
- bei eher moderatem Tempo oder kurzen Strecken
- für Einsteiger, die erst mal ausprobieren möchten, ob Nordic Walking etwas für sie ist
Worauf du achten solltest:
- Keine übertriebene Dämpfung, da diese die Stabilität beeinträchtigen kann
- Stabile Fersenkappe und fester Sitz im Mittelfußbereich
- Möglichst flache Sprengung (geringer Höhenunterschied zwischen Ferse und Zehe), um ein natürliches Abrollen zu ermöglichen
Wichtig: Für regelmäßiges Walken oder Touren im Gelände reichen normale Laufschuhe meist nicht aus.
Straßenschuhe, Sneaker und Sandalen – ja, aber…
Manche starten ihre ersten Walking-Versuche mit Sneakern oder Freizeitschuhen. Auch Sandalen sieht man gelegentlich – besonders im Sommer. Und ja: Man kann damit walken. Aber sinnvoll ist es nicht. Nordic Walking ist eine sportliche Belastung – und Freizeitschuhe sind dafür schlicht nicht gemacht. Ihre Bauweise ist auf Alltag und Optik ausgelegt, nicht auf Stabilität, Dämpfung und Abrollverhalten beim Sport.
- Sneaker und Freizeitschuhe bieten oft zu wenig Halt, vor allem auf längeren Strecken oder im Gelände.
- Sandalen lassen Steine, Feuchtigkeit und Kälte durch – Blasen und Druckstellen sind vorprogrammiert.
- Straßenschuhe nutzen sich beim Walken schnell ab und belasten deine Gelenke.
Beliebte Nordic Walking Schuhe im Vergleich – 5 Modelle, 5 Einsatzzwecke
Die Auswahl an geeigneten Schuhen fürs Nordic Walking ist groß – doch nicht jedes Modell passt zu jeder Strecke oder jedem Fuß. In der folgenden Tabelle findest du fünf beliebte Modelle aus verschiedenen Quellen, jeweils mit konkretem Einsatzgebiet und den wichtigsten Eigenschaften im Überblick.
| Modell | Geeignet für | Gewicht (Paar) | Besondere Merkmale |
| Altra Lone Peak ALL-WTHR Low | Lange Strecken, nasses Gelände | ca. 590 g | Zero Drop, MaxTrac-Sohle, wetterfest |
| Mizuno Wave Rider TT | Asphalt & feste Wege | ca. 570 g | Allrounder, weich gedämpft, gute Flexibilität |
| Saucony Peregrine 12 GTX | Wald & Trails mit Steigung | ca. 640 g | Griffige Sohle, Gore-Tex®, gelenkschonend |
| Merrell Moab 2 GTX | Einfache bis mittlere Strecken | ca. 840 g | Sehr komfortabel, gute Dämpfung, robust |
| Scarpa Rush | Anspruchsvolle Höhenmeter | ca. 760 g | Innovatives Dämpfungssystem, stabil |
Die Unterschiede zwischen den Modellen zeigen: Nordic Walking ist nicht gleich Nordic Walking. Wer hauptsächlich flach und auf Asphalt geht, braucht eher einen flexiblen Schuh mit sanfter Dämpfung. Wer sich hingegen auf Waldwegen, Trails oder in hügeligem Gelände bewegt, setzt besser auf Grip, Halt und Schutz. Für regelmäßige Touren bei Regen oder in der kalten Jahreszeit kann sich zudem eine wasserdichte Membran wie Gore-Tex® lohnen.
Unser Tipp: Egal wie hochwertig ein Schuh ist – er muss zu deinem Fuß passen. Nimm dir Zeit fürs Anprobieren, lauf Probestrecken, und achte auf Druckstellen oder Reibung. Ein passender Schuh ist beim Walken Voraussetzung für ein gutes Gefühl auf jeder Strecke.
Welche Schuhe zum Walken? – Häufige Fehler beim Kauf
Viele, die mit dem Walken oder Nordic Walking starten, greifen zu irgendeinem Sportschuh – „wird schon passen“. Doch genau hier liegt der Haken: Der falsche Schuh kann das gesamte Erlebnis vermiesen. Blasen, schmerzende Gelenke oder frühzeitige Ermüdung sind oft nicht mangelnder Fitness geschuldet, sondern schlicht einem ungeeigneten Modell.
Damit dir das nicht passiert, zeigen wir dir die häufigsten Fehler beim Kauf von Walkingschuhen – und wie du sie vermeidest.
1. Laufschuhe statt Walkingschuhe – was oft schiefläuft
Viele Einsteiger wählen klassische Laufschuhe, weil sie leicht, bekannt und gut gepolstert sind. Doch beim Walken sieht die Belastung anders aus:
- Die Abrollbewegung ist flacher und länger.
- Es gibt keine Flugphase wie beim Laufen.
- Die Gelenke arbeiten anders – und brauchen mehr Stabilität, nicht maximale Dämpfung.
Fazit: Leichte Laufschuhe sind auf Asphalt okay – aber im Gelände oft zu instabil.
2. Zu weiche oder zu harte Sohle
Die richtige Sohle ist ein Balanceakt: Sie muss dämpfen, darf aber nicht „schwammig“ wirken. Viele Modelle scheitern hier:
- Zu weich: Kein Halt auf unebenem Untergrund, zu wenig Rückmeldung
- Zu hart: Kein Komfort auf langen Strecken, erhöhtes Blasengefahr
Tipp: Gehprobe auf Asphalt und Waldboden – spür, wie der Schuh reagiert.
3. Ungeeignetes Profil für den Untergrund
Ein Klassiker: Glatte Sohle auf nassem Waldboden – und schon ist der Halt weg. Umgekehrt ist ein grobes Stollenprofil auf Asphalt nicht nur laut, sondern auch schnell unangenehm.
- Flaches Profil: für Stadt und Park
- Stollenprofil: für Wald, Wiese, Trails
- Universalprofil: ein Allrounder, der auf Asphalt ebenso gut funktioniert wie auf Wald- und Wiesenwegen
4. Falsche Passform – zu eng, zu weit, zu ungetestet
Viele gehen beim Schuhkauf nach der Größe – aber nicht nach dem Gefühl. Und das rächt sich schon nach wenigen Kilometern:
- Zu eng: Druckstellen, Taubheitsgefühl
- Zu weit: Reibung, Blasen
- Nicht eingelaufen: unangenehme Überraschung schon kurz nach dem Start
Wichtig: Nimm dir Zeit für die Auswahl, trag passende Socken – und teste den Schuh auf kurzen Walks, bevor du längere Touren gehst.
5. Wetter ignoriert – und mit durchnässten Füßen heim
Weder durchnässte Socken noch überhitzte Füße sind gute Trainingspartner. Überleg dir beim Kauf:
- Wie wetterfest muss mein Schuh sein?
- Brauche ich eine Gore-Tex-Membran oder reicht atmungsaktives Mesh?
- Was ziehe ich im Sommer, was im Herbst an?
Unser Hinweis: Es gibt nicht den einen perfekten Schuh, sondern das passende Modell für deinen Fuß, dein Level und deinen Untergrund. Wenn du auf die hier genannten Punkte achtest, bist du auf dem richtigen Weg – und vermeidest die typischen Anfängerfehler.
Walking-Schuhe für Damen und Herren – Passform entscheidet

Die beste Sohle bringt dir wenig, wenn der Schuh nicht richtig sitzt. Gerade beim Nordic Walking, wo du über längere Zeit mit gleichmäßiger, rhythmischer Bewegung unterwegs bist, kommt es auf eine exakte Passform an. Unterschiede gibt es dabei nicht nur zwischen Marken, sondern auch zwischen Damen- und Herrenmodellen.
Warum spezielle Damen- und Herrenschuhe sinnvoll sind
Viele Hersteller arbeiten mit geschlechtsspezifischen Leisten – also unterschiedlichen Grundformen, auf denen die Schuhe aufgebaut sind. Das hat einen guten Grund:
- Damenmodelle sind in der Regel schmaler im Fersen- und Mittelfußbereich.
- Herrenschuhe bieten meist mehr Volumen im Vorfußbereich.
- Auch die Dämpfung ist oft unterschiedlich abgestimmt, da das Körpergewicht und die Fußform variieren.
Zwar gibt es auch Unisex-Modelle. Wenn du jedoch Probleme mit Blasen, Reibung oder Druckstellen hast, kann ein geschlechtsspezifisches Modell für mehr Komfort sorgen.
Breite, Volumen, Spann – worauf du beim Kauf achten solltest
Beim Walken sind Blasen kein Zeichen mangelnder Fitness, sondern oft schlicht ein Hinweis auf unpassendes Schuhwerk. Damit es gar nicht so weit kommt:
- Teste mehrere Marken – sie fallen unterschiedlich aus, auch bei gleicher Größe.
- Achte auf genug Platz im Zehenbereich, besonders wenn du bergab gehst.
- Ferse und Mittelfuß sollten fest sitzen – ohne zu drücken.
- Prüfe auch den Spann: Sitzt der Schuh dort zu eng, kann’s schnell unangenehm werden.
- Wenn du orthopädische Einlagen trägst: Unbedingt mitnehmen und im Schuh testen.
Unser Tipp: Geh beim Kauf nicht nur nach Größe – sondern nach Gefühl. Und: Trag beim Anprobieren auch die Socken, mit denen du später unterwegs bist. Das macht einen spürbaren Unterschied.
FAQ: Häufige Fragen zu Nordic Walking Schuhen
Was unterscheidet Walking- von Laufschuhen?
Walking-Schuhe sind stabiler und benötigen weniger Dämpfung, weil es keine Flugphase gibt wie beim Laufen. Außerdem liegt der Fokus auf einer flüssigen Abrollbewegung und gutem Halt – besonders auf wechselndem Untergrund. Laufschuhe hingegen sind oft weicher, leichter und für andere Belastungsmuster optimiert.
Gibt es spezielle Nordic Walking Schuhe?
Ja, aber sie sind selten. In der Praxis funktionieren auch viele Trailrunningschuhe, leichte Wanderschuhe oder bestimmte Laufschuhe mit stabiler Bauweise hervorragend – solange sie die nötigen Eigenschaften mitbringen: Grip, Stabilität, passender Flex und guter Sitz.
Wie wichtig ist das Profil beim Walking-Schuh?
Sehr wichtig – aber abhängig vom Einsatzort. Wer viel auf Waldwegen oder Trails unterwegs ist, braucht ein griffiges Profil mit gutem Halt. Wer fast nur auf Asphalt walkt, sollte ein flacheres Profil wählen, um Reibung und Geräuschentwicklung zu vermeiden.
Was kostet ein guter Nordic Walking Schuh?
Die Preisspanne liegt meist zwischen 100 und 180 Euro. Modelle unter 100 € sind selten für längere Strecken geeignet, während besonders hochwertige Schuhe mit Gore-Tex®, Vibram®-Sohlen oder Gel-Dämpfung teurer sein können. Entscheidend ist nicht der Preis – sondern Passform, Qualität und Einsatzzweck.
Wie lange halten Walking-Schuhe?
Je nach Nutzung ca. 600 bis 1000 Kilometer. Wer regelmäßig walkt, sollte seine Schuhe einmal im Jahr prüfen – besonders auf Sohle, Dämpfung und Halt. Auch wenn das Obermaterial noch gut aussieht, kann die Dämpfung innen bereits stark nachgelassen haben.
Wozu braucht man beim Nordic Walking eigentlich Stöcke?
Die Bewegung mit Nordic Walking Stöcken ist mehr als nur Gehen mit Armarbeit. Richtig eingesetzt, aktivieren die Stöcke bis zu 90 % der Muskulatur, fördern eine aufrechte Haltung und bringen Dynamik in den Bewegungsablauf. Sie helfen dabei, den Rhythmus zu halten, entlasten Knie und Hüfte – besonders auf längeren Strecken oder in hügeligem Gelände – und ermöglichen ein insgesamt effektiveres Ganzkörpertraining. Du musst dir aber nicht gleich eigene Stöcke kaufen, wenn du dir unsicher bist, sondern kannst vielleicht auch welche mit deinen Freundinnen und Freunden teilen.
Unser Fazit: Finde deinen Walking-Schuh – und geh los

Nordic Walking ist kein Ausrüstungswettkampf. Du brauchst weder Hightech-Carbonstöcke noch den teuersten Schuh am Markt. Aber: Du brauchst einen Schuh, der zu dir passt.
Ein Modell, das zu deinem Untergrund, deinem Trainingsziel und deinem Komfortanspruch passt. Einen Schuh, der Halt gibt, schützt, atmungsaktiv ist – und keine Druckstellen hinterlässt.
Wenn du dir dafür ein bisschen Zeit nimmst und nicht den erstbesten Sneaker aus dem Schrank ziehst, hast du schon viel gewonnen. Denn mit dem passenden Schuh wird aus einem Spaziergang ein echtes Erlebnis. Und aus einem ersten Versuch vielleicht eine neue Lieblingssportart.
Lust auf Bewegung bekommen? Mit einem konkreten Ziel vor Augen startest du richtig durch. Wie wär’s mit einem Mammutmarsch? Ob 30, 42, 55 oder sogar 75 oder 100 Kilometer – wirf doch mal einen Blick in unseren Event-Kalender.
Autorin: Lenita Behncke
Wenn du tiefer einsteigen willst, findest du auf unserer Website viele weitere Tipps rund um das Thema Wandern und Ausrüstung: