Die Jugend beim Mammutmarsch: Du musst kein Profi sein, um loszugehen

100 Kilometer wandern? Klingt erstmal komplett verrückt. Vielleicht sogar nach etwas, das eher Menschen machen, die schon seit Jahren Wanderschuhe besitzen, Funktionssocken sammeln und „nur noch 20 Kilometer“ ganz ohne Ironie als gute Nachricht bezeichnen.

Aber genau hier kommt die Wahrheit: Der Mammutmarsch ist nicht nur etwas für erfahrene Wanderprofis. Er ist für alle, die Bock haben, herauszufinden, was in ihnen steckt. Für alle, die eine Challenge suchen, die nicht nach 30 Sekunden vorbei ist und für alle, die merken wollen: Ich kann mehr, als ich denke.

Zum Internationalen Tag der Jugend geht es bei uns deshalb nicht um große Reden über „die Jugend von heute“, sondern es geht um die Jugend beim Mammutmarsch. Um junge Menschen, die Lust haben, rauszugehen, sich zu bewegen, ihre Grenzen zu testen und am Ende vielleicht ziemlich müde, aber sehr stolz im Ziel stehen.

Du musst nicht direkt 100 Kilometer machen

Zunächst wichtig: Niemand sagt, dass du direkt 100 Kilometer laufen musst! Ein Mammutmarsch kann 30, 42, 55 oder 100 Kilometer bedeuten – je nach Event, Strecke und Ziel. Und ja, auch 30 Kilometer können sich nach einer echten Ansage anfühlen, wenn du vorher noch nie so lange unterwegs warst. 

Das ist absolut kein Zeichen von Schwäche – und das ist der Punkt: Es geht nicht darum, anderen irgendetwas zu beweisen, sondern darum, dir selbst zu zeigen, dass du den Mut aufbringst, dich der Herausforderung zu stellen, loszugehen und dranzubleiben.

Vielleicht startest du mit Freunden, deinem Bruder, deiner Schwester, deinem Sportteam oder jemandem aus deiner Ausbildung, Uni oder Schule. Vielleicht auch allein, weil du einfach mal etwas machen willst, das sich anders anfühlt als Alltag.

Alles davon passt.

Und noch eins: Der Mammutmarsch ist keine Show. Das heißt, du brauchst kein perfektes Outfit, keine teure Ausrüstung und keinen Trainingsplan, der aussieht wie für Olympia. Alles, was du brauchst, sind gute Schuhe, ein bequemer Rucksack und den Willen, einen Schritt nach dem anderen zu gehen.

Es wird nicht die ganze Zeit geil sein

Mammutmarsch sieht auf Bildern oft ziemlich stark aus: Sonnenaufgang, Gruppenfoto, Medaille, Zieljubel, Gänsehaut.

Stimmt auch alles.

Aber dazwischen gibt es noch eine andere Seite: Müde Beine, Hunger, Regen, Hitze, Druckstellen am Körper, Momente, in denen du dich fragst, warum du dich angemeldet hast. Menschen, die plötzlich sehr still werden und Kilometer, die sich länger anfühlen als sie laut Uhr sein dürften.

Auch das gehört dazu. Und genau deshalb ist ein Mammutmarsch so besonders. Weil er nicht nur aus Highlights besteht, sondern aus echten Momenten. Aus Durchbeißen und Lachen, obwohl es gerade anstrengend ist. 

Warum du es mit anderen machen solltest

Natürlich kannst du allein starten – viele machen das – und oft findet man unterwegs schneller Anschluss, als man denkt. Aber wenn du ein paar Leute kennst, die auch Bock auf eine Challenge haben: Meldet euch zusammen an. Denn der Mammutmarsch mit anderen ist nochmal eine eigene Geschichte.

Nach 15 Kilometern weißt du, wer zu schnell losgeht. Nach 25 Kilometern weißt du, wer immer Snacks dabei hat. Nach 40 Kilometern weißt du, wer gute Laune macht, wenn alle anderen langsam komisch laufen. Und spätestens kurz vor dem Ziel weißt du, wer wirklich an deiner Seite bleibt.

Das verbindet – weil ihr gemeinsam etwas macht, das nicht jeder einfach mal so macht. Weil ihr euch motiviert, wenn es schwer wird. Weil ihr später über Dinge lachen könnt, die in dem Moment gar nicht so lustig waren. Und weil es einfach ein gutes Gefühl ist, gemeinsam über die Ziellinie zu gehen.

Du wirst dich selbst anders kennenlernen

Ein Mammutmarsch ist noch dazu eine hervorragende Chance, dich besser kennenzulernen. Was passiert, wenn es anstrengend wird. Wirst du leise oder ungeduldig? Brauchst du Musik oder doch eine Essenspause oder einfach nur fünf Minuten, in denen niemand etwas von dir will?

Das klingt vielleicht erstmal nicht spektakulär, aber genau solche Dinge lernst du weder beim Scrollen noch im Gruppenchat. Dafür musst du draußen sein und nicht nur das: Du lernst sie, wenn dein Körper irgendwann “Stop” sagt und dein Kopf “Weiter”.

Du musst nicht perfekt vorbereitet sein

Perfektion wird überbewertet, aber du solltest dich trotzdem vorbereiten. 

Soll heißen: Du musst nicht schon Monate vorher aussehen wie aus einem Outdoor-Katalog, aber du solltest zumindest die passenden Schuhe eingelaufen haben, wissen, welche Socken funktionieren und vorher schon mal eine längere Strecken gegangen sein. 

Frag Leute, die schon dabei waren, lies Erfahrungsberichte, teste dein Equipment und wähle eine Distanz, die dich fordert, aber nicht komplett überrollt. 

Alles Wichtige, was du für deinen ersten Mammutmarsch wissen musst, findest du in den drei folgenden Artikeln: 

Und dann heißt es nur noch: Mach es.

Mammutmarsch-Nachwuchs: Du gehörst dazu

Als Mammutmarsch-”Neuling” musst du nicht erst noch beweisen, dass du “dabei bist und dazugehörst”. Wenn du an der Startlinie stehst, bist du dabei – so einfach ist das.

Egal, ob du 18 bist oder 28. Egal, ob du im Fußballverein bist oder bisher eher Team „ich nehme die Bahn für zwei Stationen“ warst. Egal, ob du laut bist, ruhig, nervös, motiviert oder alles gleichzeitig. 

Ein Mammut wird man unterwegs. Mit jedem Kilometer, jeder kleinen Krise, jeder Pause und mit jedem Weitergehen. 

Bereit für deine erste Startlinie?

Der Internationale Tag der Jugend ist ein guter Anlass, aber eigentlich brauchst du keinen besonderen Tag, um loszugehen, sondern nur eine Entscheidung.

Wir helfen dir dabei: Such dir eine Strecke aus, schnapp dir deine Leute oder starte allein, bereite dich gut vor und finde heraus, was in dir steckt.

Bist du dabei?

 

Willst du noch mehr Tipps & Inspirationen für deine nächsten Wanderungen? Lies hier weiter: