Liebes Tagebuch: Gedanken, die jeder Nachtmammut-Teilnehmer kennt
Von „Das wird entspannt“ bis „Wann genau habe ich beschlossen, freiwillig 50 Kilometer durch die Nacht zu laufen?“
Der Tag des Tagebuchs trifft auf die Premiere des Nachtmammut Berlin – und ganz ehrlich: Kaum ein Event produziert so viele innere Monologe wie eine Nachtwanderung durch die Hauptstadt.
Zwischen Vorfreude, Euphorie, Blasenpflastern und Sonnenaufgang gehen einem schließlich die wildesten Gedanken durch den Kopf. Wer schon einmal einen Mammutmarsch gelaufen ist, wird sich in einigen davon garantiert wiederfinden. Kommt dir das eine oder andere bekannt vor?
18:12 Uhr – Vor dem Start
Liebes Tagebuch,
heute wird alles anders. Denn diesmal habe ich wirklich an alles gedacht: Stirnlampe, Snacks, Powerbank, Ersatzsocken und ungefähr acht verschiedene Blasenpflaster. Ich bin vorbereitet.
Was soll schon schiefgehen?
19:03 Uhr – Die Stimmung ist gigantisch
Liebes Tagebuch,
überall Menschen mit Wanderschuhen. Alle sehen motiviert aus. Manche sogar verdächtig motiviert. Ich habe gerade jemanden getroffen, der die 50 Kilometer als „entspannte Nachtwanderung“ bezeichnet hat. Ich habe den Eindruck, dass die Definitionen von „entspannt“ sehr weit auseinander gehen.
20:17 Uhr – Berlin bei Nacht ist magisch
Liebes Tagebuch,
vielleicht war das die beste Idee meines Lebens. Die Stadt leuchtet, die Stimmung ist unglaublich – und: meine Beine funktionieren! Ich bin praktisch schon eine Wanderlegende für die Bücher!
22:46 Uhr – Begegnung mit der Realität
Liebes Tagebuch,
vor zwei Stunden war ich noch überzeugt, dass 50 Kilometer eigentlich gar nicht so weit sind.
Jetzt hat gerade jemand in die Runde gefragt: „Wie viele Kilometer haben wir eigentlich schon geschafft?“ Die Antwort hat mir nicht gefallen.
00:31 Uhr – Das Brandenburger Tor
Liebes Tagebuch,
ich stehe gerade vor dem Brandenburger Tor. Fast ohne Touristen. Das liegt wohl daran, dass es mitten in der Nacht ist. Allein bin ich trotzdem nicht. Um mich rum sind hunderte andere Verrückte, die freiwillig durch Berlin marschieren. Wenn man es so formuliert, klingt es gleich noch viel verrückter. Trotzdem fühlt es sich ziemlich großartig an.
01:48 Uhr – Die große Snack-Phase
Liebes Tagebuch,
ich habe heute Dinge gegessen, die ich normalerweise niemals kombinieren würde. Eine Banane. Einen Energieriegel. Eine Gewürzgurke. Irgendetwas Salziges. Eine Wurst. Gummibärchen. Du willst nicht wissen, was noch alles. Trotzdem schmeckt gerade alles wie ein Sterne-Menü – kannst du das glauben!?
03:07 Uhr – Philosophische Stunde
Liebes Tagebuch,
nachts passieren seltsame Dinge. Vor einer Stunde haben wir noch über Wanderschuhe gesprochen. Jetzt diskutieren wir über den Sinn des Lebens. Und ehrlich gesagt: Auf Kilometer 35 klingt plötzlich jede Lebensweisheit überzeugend!
04:02 Uhr – Die gefährlichsten drei Wörter
Liebes Tagebuch,
die Person neben mir sagte gerade: „Nur noch 15 Kilometer.“ Ich weiß nicht, ob das motivierend gemeint war. Bis vor kurzem waren 15 Kilometer für mich eine komplette Tageswanderung. Hier werden sie behandelt wie der Weg vom Sofa zum Kühlschrank.
04:41 Uhr – Sonnenaufgang
Liebes Tagebuch,
da ist er. Der Moment, für den sich jede müde Minute gelohnt hat. Die ersten Sonnenstrahlen treffen die Stadt. Menschen bleiben stehen und schauen einfach nur. Man kann es in den Augen erkennen: Plötzlich weiß jeder wieder, warum er hier ist.
06:18 Uhr – Noch ein paar Kilometer
Liebes Tagebuch,
„nur noch ein paar Kilometer“ ist eine Formulierung, die stark davon abhängt, wie viele Kilometer man bereits gelaufen ist. Aktuell fühlt sich jeder einzelne davon bemerkenswert lang an.
Im Ziel
Liebes Tagebuch,
ich habe es geschafft! Meine Füße fühlen sich an, als hätten sie ihre Kündigung eingereicht.
Meine Beine möchten vermutlich nie wieder mit mir sprechen. Ich bin müde, aber ich grinse.
Ich bin ganz schön stolz mit meiner Medaille um den Hals.
Und während ich mir schwöre, nie wieder freiwillig so weit zu laufen, geht die Frage durch die Runde: Wann startet eigentlich die Anmeldung für den nächsten Mammutmarsch?
Unvergesslich: Nachtmammut Berlin
Am 13. Juni 2026 feiert der Nachtmammut seine Premiere in Berlin. Auf 30 oder 50 Kilometern erlebt ihr die Hauptstadt von einer ganz besonderen Seite: nachts, gemeinsam mit der Mammut-Herde und vorbei an einigen der bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands.
Vom Zentralen Festplatz geht es mitten hinein ins Herz der Stadt, vorbei an der Siegessäule, dem Brandenburger Tor und vielen weiteren Orten, die nachts eine ganz eigene Atmosphäre entfalten. Während die meisten Berliner schlafen, erlebt ihr die Hauptstadt Schritt für Schritt aus einer völlig neuen Perspektive.
Lichtinstallationen im Start- und Zielbereich sorgen zusätzlich für eine einzigartige Stimmung. Und wenn ihr im Morgengrauen die Ziellinie erreicht, erwarten euch jubelnde Volunteers, eure wohlverdiente Medaille und das unbeschreibliche Gefühl, etwas geschafft zu haben, das ihr nie wieder vergessen werdet!
Eines können wir euch jetzt schon versprechen: Die Nacht wird lang und eure Tagebucheinträge danach wahrscheinlich auch. Wollt ihr euren mit uns teilen??! 😃😆
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