Ultrawandern – Der ultimative Test für Körper und Geist

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Hast du schon einmal von Ultrawandern gehört? Stell dir vor, du wanderst durch atemberaubende Landschaften und erlebst die Natur hautnah. Jedoch sind Ultra-Wanderungen mehr als nur ein Spaziergang – sie sind eine Challenge, die dich auf vielfältige Weise herausfordert. Dabei geht es darum, längere Distanzen von 30, 50, 100 oder sogar noch mehr Kilometern zurückzulegen. Durchzuhalten, wenn die Beine schwer werden und die Müdigkeit einsetzt, erfordert nicht nur körperliche Kraft, sondern auch mentale Stärke.

Fragst du dich, wie du dich auf so ein Abenteuer vorbereitest? Welche Ausrüstung du brauchst und welche Tipps dir helfen können, eine so lange Strecke zu meistern? In diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst, um selbst Ultra-Wandern zu gehen. Bereit, deine Grenzen zu testen?

Was ist Ultrawandern?

Ultrawandern ist die ultimative Form des Wanderns, bei der Distanzen weit über die üblichen Tagestouren hinaus bewältigt werden. Es ist auch als Extremwandern oder Marathon-Wandern bekannt. Im Gegensatz zu einer gemütlichen Tour, bei der du vielleicht ein paar Stunden durch den Wald schlenderst, geht es beim Ultrawandern richtig zur Sache.

Worin unterscheidet sich eine Ultra-Wanderung von anderen Wanderungen?

Der größte Unterschied zu herkömmlichen Wanderungen liegt in der Distanz und der Intensität. Während du bei einer typischen Wanderung etwa 4 Kilometer pro Stunde schaffst, legen viele Ultrawanderer oft ein Tempo von 5 Kilometern pro Stunde oder mehr vor. Das bedeutet, dass du nicht nur länger unterwegs bist, sondern auch schneller. Beides in Kombination macht das Ultrawandern zu einer extrem anspruchsvollen Aktivität.

Da Wander-Marathons immer beliebter werden, finden regelmäßig Events statt, wo du dich mit anderen Wanderfans zum Ultrawandern treffen kannst.

Welche Ultra-Wanderungen gibt es?

Da wir alle mit unterschiedlichen Voraussetzungen an den Start gehen und meine 100 % nicht gleich deine 100 % sind, gibt es Ultra-Wanderungen mit verschiedenen Distanzen. So ist für jeden das richtige Wanderevent dabei.

  • 30 Kilometer: Eine beliebte Einsteigerstrecke, die gerade beim ersten Mal eine gute Wahl ist.
  • 42 Kilometer: Die Marathon-Distanz fordert dich schon etwas mehr heraus, ist aber dennoch gut für Einsteiger*innen geeignet.
  • 50 Kilometer: Diese Distanz ist eine ordentliche Herausforderung, für die du definitiv etwas üben solltest.
  • 100 Kilometer: Die 100-Kilometer-Strecke ist in der Regel als 24-Stunden-Wanderung angesetzt und der Klassiker unter den Ultra-Wanderungen, der sowohl körperliche als auch mentale Grenzen sprengt.
  • Mehrtägige Events: Hierbei werden oft Strecken von über 100 Kilometern auf mehrere Tage verteilt, was eine Menge Planung und Durchhaltevermögen erfordert.

 

Unser Tipp: Wenn du an einer professionell organisierten Ultrawanderung teilnehmen willst, solltest du immer darauf achten, dass der Anbieter eine unterstützende Infrastruktur mit Start- und Zielbereichen, Verpflegungsstationen und medizinischer Betreuung bietet. So kannst du dich der Strecke stellen, ohne auf das ganze Drumherum achten zu müssen.

Warum Ultra-Wandern dein Leben verändern kann

Ultrawandern bietet so viele Vorteile, die weit über die körperliche Herausforderung hinausgehen. Hier sind einige der besten Gründe, warum du diese intensive Form des Wanderns ausprobieren solltest:

1. Wandern macht fitter

Ultrawandern ist eine tolle Möglichkeit, deine körperliche Fitness auf das nächste Level zu bringen. Die langen Distanzen beanspruchen nahezu alle Muskelgruppen, verbessern deine Ausdauer und stärken dein Herz-Kreislauf-System. Nebenbei hilft es, ein gesundes Gewicht zu halten oder anzustreben und deine allgemeine Gesundheit zu verbessern. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft stärkt dein Immunsystem und kann das Risiko von chronischen Krankheiten senken.

Eine Geschichte, die mich immer wieder umhaut, wenn ich nur dran denke, ist die von Sarah. Sie hat vom Leben echt schlechte Karten ausgeteilt bekommen, was ihre Gesundheit angeht – und doch gibt sie nicht auf. Mit viel Disziplin schafft sie am Ende sogar unserer anspruchvollsten Wanderungen.

2. Finde innere Ruhe und mentale Stärke

Die Vorteile des Ultrawanderns beschränken sich nicht nur auf den Körper. Wenn du deinen inneren Schweinehund überwindest und lange Distanzen wanderst, stärkt das auch deine mentale und emotionale Widerstandskraft. Du lernst, deine Grenzen zu erkennen und zu überwinden – ein enormer Push für dein Selbstvertrauen!  Wandern in der Natur hilft dir außerdem, Stress abzubauen und dein psychisches Wohlbefinden zu verbessern. Es ist wie eine Meditation in Bewegung – eine perfekte Möglichkeit, den Kopf freizubekommen und dem hektischen Alltag zu entfliehen.

3. Knüpfe Kontakte und schließe neue Freundschaften

So eine Wanderung ist auch eine soziale Aktivität, die Gemeinschaft und Zusammenhalt fördert. Ob bei organisierten Events oder in kleineren Gruppen – das gemeinsame Erleben und Bewältigen schweißt zusammen. Die Unterstützung und der Austausch mit Gleichgesinnten können außerdem unglaublich motivierend sein und führen oft zu neuen Freundschaften.

Unser Tipp: Wenn du Sorge hast, dass so ein Wanderevent nichts für dich ist, weil du nicht alleine an den Start gehen möchtest, sei beruhigt! Bei uns wandert niemand allein, der es nicht möchte. Entlang der Strecke sind schon viele Freundschaften fürs Leben entstanden, denn was verbindet mehr als das Dealen mit Pflastern bei Blasen an den Füßen oder gemeinsame Spiele, um sich die Zeit zu verkürzen? Es gibt sogar schon das erste Mammutbaby.

4. Genieße die Natur

Außerdem nimmst du beim Ultrawandern die Schönheit der Landschaft bewusst wahr und genießt die Ruhe und den Frieden der Natur. Dieses intensive Naturerlebnis kann dein Wohlbefinden steigern, einen tollen Ausgleich zum Arbeitsalltag bieten und dir eine neue Wertschätzung für die Natur geben.

Ultra-Wandern Training: So bereitest du dich vor!

Damit du deinen Ultramarsch möglichst genießen kannst und verletzungsfrei überstehst, solltest du dich ein bisschen vorbereiten und trainieren. Egal ob 30 km, 50 km oder 100 km, eine gewisse Vorbereitung ist essentiell.

Körperliches Training für deine Ultrawanderung

Beginne mit einer entspannten 10-Kilometer-Wanderung, um erstmal ein Gefühl für das Wandern und deinen Körper zu bekommen. Steigere dich dann langsam. So kann sich dein Körper an die neue Belastung gewöhnen und das Verletzungsrisiko wird verringert.

Mein Tipp: Drehe nicht nur bei strahlendem Sonnenschein deine Runden, denn bei schönem Wetter macht alles mehr Spaß. Am besten, du trainierst auch einmal bei schlechtem Wetter, so kannst du auch gleich deine Ausrüstung (und deinen Schweinehund) testen.

Die passende Ausrüstung für deine Wanderung

Gerade bei organisierten Events gibt es in der Regel eine Liste, auf der du die Mindestausrüstung und andere Tipps findest, aber ein paar Basics gelten immer:

Die richtigen Schuhe: Komfort und Halt sind entscheidend

Die Wahl der richtigen Schuhe ist gerade für Ultrawanderungen entscheidend. Investiere in ein Paar hochwertige Wanderschuhe, die gut passen und vor dem großen Event bereits gut eingelaufen sind. Achte darauf, dass sie genügend Halt und Komfort bieten, um Blasen und Schmerzen zu vermeiden. Nimm dir die Zeit, verschiedene Modelle auszuprobieren und die für dich besten Schuhe zu finden.

Funktionskleidung: Atmungsaktiv und wetterfest

Trage Funktionskleidung, die atmungsaktiv und witterungsbeständig ist. Eine gut sitzende Wanderhose, ein leichtes, aber warmes Oberteil und eine wetterfeste Jacke sind essentiell. Achte darauf, dass deine Kleidung Schweiß gut ableitet und schnell trocknet. Packe auch Ersatzkleidung ein, falls du nass wirst oder ins Schwitzen kommst. Was auch nicht fehlen sollte, ist eine Regenjacke beim Wandern.

Minimalistisches Packen: Nur das Nötigste mitnehmen

Packe nur das Nötigste ein, um das Gewicht deines Rucksacks gering zu halten. Ein leichter Rucksack kann echt einen Unterschied machen. Überlege dir genau, was du wirklich brauchst, und packe entsprechend. Bei organisierten Wanderungen gibt es Verpflegungsposten, sodass du nicht für die gesamte Strecke Essen und Trinken einpacken musst.

Notfallausrüstung: Für alle Eventualitäten gewappnet

Eine kleine Notfallausrüstung ist unerlässlich. Dazu gehören ein Erste-Hilfe-Set, Blasenpflaster, ein gut aufgeladenes Handy mit einer Powerbank, eine Stirnlampe mit Ersatzbatterien, sowie ausreichend Wasser und Snacks. Es ist auch sinnvoll, eine Karte der Strecke und einen Kompass dabei zu haben, falls die elektronische Navigation ausfällt. Denke daran, auch eine kleine Menge Bargeld und deinen Ausweis mitzunehmen.

Ich bin ganz ehrlich mit dir, ich kenne auch Wanderfans, die einfach loslaufen, sich nicht viele Gedanken machen und trotzdem im Ziel ankommen, aber das kann ich dir aber echt nicht empfehlen. In der Regel tut danach der ganze Körper weh!

Mentales Training für deine Ultra-Wanderungen

Setze dir klare, erreichbare Ziele für dein Training und dein Event. Diese können dir helfen, motiviert zu bleiben und dir den nötigen Antrieb geben, wenn das Training hart wird. Belohne dich selbst für erreichte Meilensteine, sei es durch einen entspannenden Abend oder eine kleine Leckerei. Diese positiven Verstärkungen helfen dir, motiviert zu bleiben.

Ablenkungstechniken: Musik, Podcasts und Gespräche

Während langer Wanderungen kann es hilfreich sein, sich abzulenken. Erstelle dir Playlists mit deiner Lieblingsmusik oder lade interessante Podcasts herunter, die dich unterhalten und inspirieren. Auch Gespräche mit anderen Wanderfreunden können eine gute Ablenkung und Motivation sein. Überlege dir, welche Themen dich interessieren und bereite dich darauf vor, während der Wanderung darüber zu sprechen. Ansonsten kannst du dich auch mit Spielen für unterwegs ablenken.

Was esse ich auf einer 24-Stunden-Wanderung?

Die richtige Ernährung spielt eine entscheidende Rolle beim Ultrawandern. Sie gibt dir die nötige Energie, um lange Strecken zu bewältigen und hilft deinem Körper im Anschluss bei der Erholung. Kohlenhydrate liefern dir die nötige Energie.

Tipps für Mahlzeiten und Snacks

Während einer Ultrawanderung solltest du regelmäßig kleine Mahlzeiten und Snacks zu dir nehmen, um dein Energielevel konstant zu halten. Am besten testet du während deiner Trainingsrunden verschiedene Snacks. Denn ob gesund oder nicht, wenn du dir einen langen Marsch vorgenommen hast, muss es schmecken!

Bei unseren Mammuts besonders beliebt sind:

  • Kohlenhydratreiche Snacks: Energieriegel, Trockenfrüchte und Bananen sind schnelle Energielieferanten.
  • Salzige Snacks: Salzige Nüsse oder Cracker helfen, den Elektrolythaushalt auszugleichen und Krämpfen vorzubeugen.

 

Falls du dich fragst, worauf es bei der Wahl der Verpflegung genau ankommt, haben wir dazu mal eine kleine lustige Geschichte geschrieben, die du hier findest.

Hydratation und Elektrolyte

Ausreichend zu trinken ist beim Ultrawandern essentiell. Dehydrierung kann deine Leistung stark beeinträchtigen und zu gesundheitlichen Problemen führen. Achte darauf, regelmäßig kleine Mengen Wasser zu trinken. Elektrolytgetränke können ebenfalls hilfreich sein, um den Mineralhaushalt deines Körpers auszugleichen, besonders bei heißem Wetter, wenn du viel schwitzt.

Weitere Tipps für deine Ultrawanderung

  1. Finde dein eigenes Tempo: Eines der wichtigsten Dinge beim Ultrawandern ist, dein eigenes Tempo zu finden. Es ist verlockend, sich von anderen mitreißen zu lassen, aber du solltest in einem Tempo gehen, das für dich angenehm ist und das du über die gesamte Strecke durchhalten kannst. Überfordere dich nicht am Anfang, sondern starte langsam und steigere dein Tempo nach Bedarf.
  2. Pausen und Selbstfürsorge: Plane regelmäßige Pausen ein, um dich auszuruhen, zu dehnen und etwas zu essen und zu trinken. Nutze diese Pausen, um Blasenpflaster aufzutragen, falls nötig, und dich vor der Sonne zu schützen. Achte aber darauf, dass du dich nicht zu lange ausruhst, da es sonst schwierig sein kann, wieder in Schwung zu kommen.
  3. Umgang mit körperlichen Beschwerden: Während einer Ultrawanderung können körperliche Beschwerden wie Blasen, Muskelkater oder Erschöpfung auftreten. Es ist wichtig, auf deinen Körper zu hören und bei Bedarf Maßnahmen zu ergreifen. Trage Blasenpflaster auf, bevor die Blasen zu einem großen Problem werden, und dehne dich regelmäßig, um Verspannungen zu vermeiden. Bei ernsthaften Schmerzen oder Beschwerden solltest du die Wanderung abbrechen, um langfristige Schäden zu vermeiden.

 

Unser Fazit zum Ultra-Wandern

Ultrawandern ist eine Extremsportart, die sowohl eine körperliche als auch mentale Herausforderung darstellt. Mit der richtigen Vorbereitung, Ausrüstung und Ernährung kannst du dich dieser Challenge stellen und eine tiefere Verbindung zur Natur und zu dir selbst finden.

Wenn du bereit bist, deine Grenzen zu testen und ein unvergessliches Abenteuer zu erleben, ist ein Mammutmarsch genau das Richtige für dich. Egal, ob du ein erfahrener Wanderfan bist oder gerade erst anfängst, die Welt des Wanderns bietet für jeden etwas.

Autorin: Lenita Behncke

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